Zoopresseschau

Zoo-AG Bielefeld
http://www.zoo-ag.de

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Ausgabe 135 vom 14. November 2002
Zoo und Artenschutz in der deutschsprachigen Online-Presse zusammengestellt von Dirk Petzold
und Dr. Martina Raffel
zusätzliche Recherchen: Christian Hellwig
redaktion@zoo-information.de ISSN 1619-6643

Liebe Leser der Zoopresseschau,

die CITES-Konferenz in Santiago produziert täglich neue Meldungen, und immer schön abwechselnd positiv und negativ: Walhaie nicht geschützt, stärkerer Schutz von Großkatzen durchgesetzt, Elfenbeinverkauf trotz mangelhafter Kontrolle möglich,... Die
Pressemitteilungen der Naturschutz-Organisationen waren entsprechend häufig und in unterschiedlichem Tenor.

Welches Chaos einige von jeglichem Fachwissen unbelastete "Entscheidungsträger" auch im Kleinen anrichten können, zeigt sich im Bramwald, wo wegen "Wolfsgefahr" nun Kinder im Haus gelassen werden:
Natur- und Artenschutz

Heute gabe es etwa 200 Suchergebnisse zum Thema Zoo: Weil in allen Zeitungen berichtet wurde, dass der neue Harry-Potter-Film im Zoo-Palast Premiere hatte...

Dirk Petzold



 
  Inhalt: Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps

Zoos und Tierparks

Salzburger Nachrichten 9.11.2002

Ein Gast namens Panda
http://www.salzburg.com/sn/02/11/09/artikel/364034.html
Ein junges Pandapärchen wird ab März oder spätestens April 2003 im Tiergarten Schönbrunn einziehen. Yang Yang und Long Hui, die beiden Pandas, sind dem Tiergarten nun zeitgerecht zum 250. Jubiläum für zehn Jahre zugesprochen worden. Da die seltenen Tiere noch viele Rätsel aufgeben, sollen in der ehemaligen Mandrill-Anlage ihre kulinarischen Eigentümlichkeiten, die Lebensweise im Freiland sowie das Liebesleben erforscht werden - unter anderem mittels GPS und Satellitenpeilung, so ein gemeinsamer Vorschlag Schönbrunns und des Salzburger Zoos Hellbrunn. Obwohl Pandas die Darmlänge von Fleischfressern aufweisen, ernähren sie sich fast ausschließlich von Bambus. Anfangs soll das Grünzeug aus Frankreich importiert werden, später auf extra angelegten Bambus-Feldern im Burgenland geerntet werden.

Hamburger Abendblatt 9.11.2002

Tierpark Warder gerettet
http://www2.abendblatt.de/daten/2002/11/09/90748.html
Schleswig-Holsteinischer ZV 9.11.2002
Gnadenfrist für den Tierpark Warder
http://www.shz.de/?RUBRIKID=10&MID=30&REDID=7517
Der Tierpark Warder ist vorerst gerettet. Ein Trägerverein hat die privat geführte Einrichtung im Kreis Rendsburg-Eckernförde übernommen. Der Verein hat den 40 Hektar großen Haustierpark mit seinen knapp 1500 Tieren vom Insolvenzverwalter gepachtet. Die beteiligten Gläubigerbanken, die Volks- und Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg und die Sparkasse Mittelholstein, haben dem neuen Konzept zugestimmt. Dem ehrenamtlichen Trägerverein gehören acht Mitglieder an, darunter ein Tierarzt, ein Ingenieur, ein Fachmann für Personalwesen. Der bisherige Eigentümer Jürgen Günterschulze soll sich um den biologisch-wissenschaftlichen Teil kümmern. Der Trägerverein hat durch die zahlreichen Spenden für den Erhalt der Einrichtung rund 40 000 Euro sowie Futtermittel für rund 8000 Euro erhalten. Dieses Geld soll die Basis bilden, um den Tierpark über den Winter zu bringen.

Weser Kurier 11.11.2002

Experte: Haltung enorm verbessert - Zootiere werden älter als in Freiheit
http://www.weser-kurier.de/niedersachsen/fs_wk_niedersachsen.html?id=93218
Deutsche Zoos haben mit naturnahen Anlagen die Haltung der Tiere erheblich verbessert. "Wir haben einen so hohen Haltungslevel in Zoos, dass Tiere viel länger leben als in freier Wildbahn", sagte Michael Böer, Professor für Zootiermedizin und Zoologischer Direktor des Serengeti-Parks in Hodenhagen. Die EU-Kommission hatte Deutschland und anderen europäischen Staaten Ende Oktober mit einer Klage gedroht, weil sie die strengen EU-Vorschriften für die Zootierhaltung noch nicht in nationales Recht umgesetzt haben. In der Praxis erfüllten die Haltungsbedingungen in den meisten Zoos in Deutschland aber die EU-Standards bereits voll, meinte Böer.

Schweriner Volkszeitung 12.11.2002
Zoodirektoren machen für den Sumpfotter gemeinsame Sache
http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/12.11.02/nerz/nerz.html
Der Europäische Nerz ist die seltenste Säugetierart in Europa, und wenn nichts geschieht, dann wird es ihn in zehn, spätestens 15 Jahren gar nicht mehr geben. So meint Mati Kaal, Zoodirektor in Tallinn. Um das zu verhindern, macht er jetzt mit den Kollegen in Riga, Schwerin und Rostock gemeinsame Sache und schickt die kleinen Sumpfotter auf eine Insel. Der Zoo in Tallinn hat inzwischen 100 Nerze herangezüchtet und auf der Insel Dagö (Hiiumaa) ausgewildert. Sie liegt etwa 30 Kilometer vom Festland entfernt - eine Strecke, die für die Konkurrenten aus Amerika glücklicherweise zu weit ist. Für zehn dieser Tiere hat der Rostocker Zoo die Patenschaft übernommen und zahlt je Nerz jährlich 150 Euro. Weitere zehn werden vom Schweriner Zoo finanziert. Und auch Riga ist mit im Boot. In der Kooperationsvereinbarung , die die vier Zoodirektoren gestern im Beisein von Umweltminister Wolfgang Methling unterzeichneten, legten sie außerdem den Austausch von Know-how fest. Die Zoologischen Gärten werden außerdem Mitglied im "Memorandum of Understanding on Adoption of European Mink". Und langfristig, wenn die Auswilderung auf Dagö gelingt, könnte man auch gemeinsam über weitere Gebiete nachdenken, um dort wieder Nerze heimisch zu machen.

Schweriner Volkszeitung 12.11.2002

Zoos schützen den Nerz vor der Ausrottung
http://www.svz.de/newsmv/MVVermischtes/12.11.02/nerz/nerz.html
Die Zoos Schwerin und Rostock beteiligen sich an einem Schutzprogramm zum Erhalt der Europäischen Nerze. Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) unterzeichnete am Montag gemeinsam mit den beiden Zoo-Direktoren und ihren Kollegen aus Riga (Lettland) und Tallinn (Estland) eine Kooperationsvereinbarung. In freier Natur sind die wegen ihres wertvollen Pelzes fast ausgerotteten Tiere kaum noch zu finden. Die Restpopulationen sind heute vor allem von Amerikanischen Nerzen bedroht, die ihren europäischen Artgenossen den Lebensraum streitig machen. In der estnischen Hauptstadt ist das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Nerze angesiedelt. Die beiden mecklenburgischen Tiergärten übernehmen Patenschaften für je zehn Nerze im dortigen Zoo, wo alleine hundert der bedrohten Raubmarder leben. Die Kosten pro Tier und Jahr betragen den Angaben nach etwa 150 Euro.

Nordwest Zeitung 14.11.2002

Bremerhavener „Zoo am Meer“ rüstet um – Jahrzehnte alte Tiergehege werden ersetzt
http://www.nwz-online.de/regionales/974.html?showid=513750
Umgeben von künstlerisch gestalteten Felsformationen, die der schroffen Wirklichkeit, dem natürlichen Lebensraum der Robben, sehr nahe kommen, schwimmen und tauchen die Seebären in glasklarem Salzwasser um die Wette. Gleich nebenan sind die Seehunde untergekommen. „Den Umzug in ihr neues Becken haben alle gut überstanden. Die Seebären legten den Weg sogar zu Fuß zurück“, sagte Zoodirektorin Dr. Heike Kück.
Nicht nur die Robben, auch die drei Eisbären, die in diesen Tagen, „verpackt“ in großen Kisten, per Autokran vom Altbau ins moderne Eisbärengehege umgesetzt werden, können die Besucher künftig durch große Glasscheiben auch unter Wasser beobachten. Doch bis dahin wird noch mehr als ein Jahr vergehen. „Wir wollen zur Saison 2004 eröffnen. Genau sagen kann ich das, wenn die noch fehlenden Stützen bis zu einer Tiefe von 25 Metern eingerammt sind“, sagt Christian Bruns, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven.

Märkische Allgemeine 14.11.2002

Aquarium-Projekt nimmt Gestalt an
http://www.MaerkischeAllgemeine.de/?loc=3_4_1&id=81266
Der Bau eines Großaquariums in Wittenberge (Prignitz) wird immer wahrscheinlicher. Die Landesregierung will das Vorhaben mit neun Millionen Euro unterstützen. Wie es gestern in der Wittenberger Stadtverwaltung hieß, hat sich der Landesförderausschuss einstimmig für einen 50-prozentigen Zuschuss ausgesprochen. Eine Machbarkeitsstudie räumt dem Projekt gute Chancen ein. Jährlich sollen 300 000 Besucher das Aquarium frequentieren. Baubeginn könnte 2004 sein.

Saarbrücker Zeitung 7.11.2002
Chiana streikt im Elefantenhaus
http://www.sz-newsline.de/nk/GBQANGTM_1.php3
Die beiden asiatischen Elefantendamen im Neunkircher Zoo, Samba und Chiana, sollen ein neues Zuhause bekommen. Ein architektonisch reizvolles Gebäude, asiatischem Stil nachempfunden und den modernen Haltungsrichtlinien des Bundesamtes für Naturschutz folgend. Um die Umbaumaßnahme beginnen zu können, legten die Zooexperten eigens ein Außengelände an Stelle der alten Löwenkäfige an. Die Löwen wurden schon im Dezember 2000 in den Tierpark Siegelbach bei Kaiserslautern umgesiedelt und die marode Raubtierstallung abgerissen. Weiter unten bekamen inzwischen die Bären ihr neues Domizil, in dem sie sich auch wohlfühlen. Aber bislang schlugen alle Versuche, Chiana aus dem zu erneuernden Altbau zu bekommen, fehl. 

Leipziger Volkszeitung 8.11.2002
Zoo öffnet seine Tore auf Fingerzeig
http://www.lvz-online.de/lvz-heute/26305.html
Der Zoo der Zukunft beginnt an der Pforte: Ein völlig neues Zugangssystem lässt Leipziger Jahreskarten-Besitzer jetzt per Fingerzeig durch die Drehkreuze. Wer eine neue Jahreskarte kauft beziehungsweise die alte umtauscht, legt an der Kasse seinen Zeigefinger auf einen Sensor. Dieser erfasst und speichert markante Punkte des Abdrucks. Am Drehkreuz wird dann die Karte wie gewohnt ins Lesegerät gesteckt, der Finger erneut auf einen Sensor gelegt und der Besitzer identifiziert. Die Jahreskarten sind somit nicht übertragbar.

Nordkurier 9.11.2002
Vertrag zum Tierpark
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/b__/b.php
Der Vertrag zwischen der Stadt Ueckermünde und dem Uecker-Randow-Kreis zur weiteren Regelung der Finanzierung des Ueckermünder Tierparks wird am 20. November unterzeichnet. Der Vertrag beinhaltet unter anderem, dass sich der Kreis aus der jährlichen Finanzierung des Zoos zurückzieht und dies mit einer Einmalzahlung ausgleicht, die durch den von der Asklepios-Gruppe zur Verfügung gestellten Betrag von 255.650 Euro ermöglicht wurde. Allerdings muss die Haffstadt aufgrund des Ausstiegs des Kreises 50.000 Euro jährlich mehr für den Tierpark aufwenden.

Leipziger Volkszeitung 10.11.2002
Arthur und Wolfram sind jetzt in malaysischem Safaripark zu Hause
http://www.lvz-online.de/lvz-heute/26400.html
Am Sonnabendnachmittag machten sich die beiden Löwen Wolfram und Arthur aus dem Leipziger Zoo auf den Weg zum Park "Safari Wonderland" in Malaysia, der nun ihr neues Zuhause ist. Ursprünglich sollten die langmähnigen Brüder gemeinsam mit Löwin Chiara eine neue Zucht begründen. Im Januar vorigen Jahres bezogen die Kater als Erste die neue Löwensavanne. Doch nachdem Arthur im März Chiara getötet hatte, fiel der Plan flach. Nach dem Abschied von Arthur und Wolfram sind zwei junge Angolalöwen die neuen Chefs im Revier. Vor einem Monat reisten sie aus Lissabon an. Ab sofort werden Namen gesucht. "Es sollen wohlklingende angolanische Namen möglichst mit tieferem Sinn sein", erklärte Zoo-Pressesprecherin Kathleen Raschke.

Süddeutsche Zeitung
10.11.2002
Gefahr aus dem Streichel-Zoo
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel1447.php
Ein heimtückischer Erreger bedroht zur Zeit verstärkt alte Menschen und Kinder im Freistaat. Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums sind in den vergangen Wochen mehrere Infektionen mit äußerst aggressiven Coli-Bakterien festgestellt worden. Dabei handelt es sich um so genannte Enterohämorrhagische Escherichia Coli – kurz Ehec-Bakterien. "Ehec-Bakterien kommen vor allem im Darm beziehungsweise im Kot von wiederkäuenden Tieren, insbesondere Rindern, Ziegen und Schafen vor. Auch bei Damwild in Streichelzoos wurden die Erreger schon festgestellt", sagte Gesundheitsminister Eberhard Sinner in München. Durch Berühren oder Streicheln der Tiere können die Erreger auf die Hände der Kinder und von dort direkt oder über Lebensmittel in den Mund gelangen.



Nachwuchs

Berliner Morgenpost 8.11.2002

Leierhirschbabys verzaubern die Herzen
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story561195.html
Vier Burma-Leierhirsche sind in den vergangenen zwei Wochen im Tierpark Friedrichsfelde geboren worden. Der Vater der zwei Weibchen und zwei Männchen bekommt seinen Nachwuchs allerdings nicht zu Gesicht. Der Erzeuger-Hirsch stammt ursprünglich aus dem Zoo Leipzig, wurde aber nach seinem produktiven Aufenthalt in Berlin im August gegen einen Hirsch aus dem Magdeburger Zoo getauscht.




Hamburger Morgenpost 13.11.2002

»Viele Kritiker haben keine Fantasie«
http://www.mopo.de/nachrichten/103_17093.html
Leicht hat die Kultursenatorin es derzeit nicht: Allenthalben klagen Hamburgs Theatermacher, Musiker und bildende Künstler über fehlendes Geld. Und versucht Dana Horáková einmal, aus der Defensive der geplagten Subventionsgeberin herauszukommen und mit eigenen Ideen wie dem Aqua-Dome oder dem „Haus der Fotografie“ zu punkten, bläst ihr gleich ein scharfer Gegenwind aus Ablehnung und Amüsement seitens der Kulturszene entgegen.
MOPO: Eine Ihrer Ideen hat jüngst eher für Amüsement gesorgt – das Projekt einer zweiten Musikhalle mit Aquarium ...
Horávková: Der Aqua-Dome ist teilweise mit Ironie bedacht worden, weil es den Kritikern offensichtlich an Fantasie fehlt. Fakt ist, dass für die künftige HafenCity sowohl ein Aquarium wie auch eine Musikhalle vorgesehen und für diesen Bau bereits 45 Millionen Euro im Genehmigungsprozess sind. Also, stellen Sie sich mal vor: Sie gehen durch einen Gang, der mitten durch ein riesiges Aquarium mit Fischen aller Art führt. Am Ende des Ganges gelangt man in den Konzertsaal, dessen gläserne Wände ebenfalls einem großen Aquarium gleichen. Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn schiebt sich dann eine Wand vor diese Aquarien, und das Konzert beginnt.
MOPO: Fragt sich nur, wo das Geld herkommen soll, denn die 45 Millionen Euro werden dafür kaum reichen.
Horáková: Deswegen das Aquarium. Das wird sich selbst tragen – jedes Aquarium dieser Welt trägt sich finanziell. Zudem würde dieses Gebäude so auch tagsüber nicht leer stehen wie unsere jetzige Musikhalle, sondern es gäbe neben dem Aquarium durch das eingebundene Pop-Museum sogar noch einen zusätzlichen Anreiz für Besucher: ein weltweit einmaliger Komplex!

Die Welt, 13.11.2002

Wer nicht glaubt, verpasst das Beste
Ein Zoobesuch mit dem diesjährigen Booker-Preisträger Yann Martel
http://www.welt.de/daten/2002/11/09/1109lw367199.htx
"Über Zoos hört man fast genauso viel Unsinn reden wie über Gott und die Religion. Wohlmeinende, aber schlecht informierte Leute denken, Tiere in freier Wildbahn seien "glücklich, weil sie "frei" sind. Aber es ist nicht wahr. Das Leben der Tiere in der Wildnis wird von Zwang und Notwendigkeit bestimmt." Yann Martel, "Life of Pi"
Für ein Gespräch mit Yann Martel muss man in den Zoo. Nicht nur, weil sein Roman "Life of Pi" vom Sohn eines Zoodirektors aus dem südindischen Pondicherry handelt, der nach einem Schiffsunglück mit einem bengalischen Königstiger, einer Tüpfelhyäne, einem Zebra und einem Orang-Utan in einem Rettungsboot auf dem Pazifik landet. Vor allem, weil mit Yann Martel über Tiere zu reden bedeutet, sich Gedanken zu machen über das Glück und den Tod und den Glauben.
"Life of Pi" erklimmt derzeit die Bestsellerlisten und wird im Februar auch auf Deutsch erscheinen ("Schiffbruch mit Tiger", S. Fischer, Frankfurt /M.). Gerade hat Martel den mit rund 75 000 Euro dotierten britischen Booker-Preis bekommen.
"Life of Pi" handelt vom Zweifeln und Glauben. Ein Spiel mit Wahrheit und Wahrscheinlichkeit. Deshalb muss ein 16-Jähriger Junge 227 Tage mit einem bengalischen Tiger auf einem Boot im Pazifik treiben. Was sich vor uns entfaltet, ist eine "wahre" Geschichte. Nach Pis Kindheit im Zoo wissen wir genug über tierische Verhaltensweisen, um eine Wohngemeinschaft mit einem Tiger abenteuerlich und gefährlich, aber nicht unmöglich zu finden.

Pirmasenser Zeitung, 5.11.2002
Tierauffangstation: Kreis will Klarheit schaffen
http://www.pirmasenser-zeitung.de/news/02/swpfalz/021105/tierart.php3
Maßweiler. Nach wochenlangen Verzögerungen scheint jetzt Bewegung in das Genehmigungsverfahren für die Tierauffangsstation auf dem ehemaligen Militärgelände zu kommen. "Innerhalb dieser Woche wird eine Entscheidung fallen", teilte der Pressesprecher der Kreisverwaltung mit. Schleichen demnächst doch noch Tiger durch die Anlage im US-Depot? Wenn es nach den Vorstellungen von Tierart geht, dann schon. "In Worms sind derzeit mehrere Großkatzen vom Einschläfern bedroht. Wir bekommen wöchentlich Anfragen von Behörden aus ganz Deutschland, wie weit wir hier sind", bekräftigt Heike Finke: "Wir brauchen in Deutschland eine Auffangstation."
 Detailliert nimmt das Kreisveterinäramt zur "Tigerhalle" Stellung. Es stellt zunächst fest, dass die Unterlagen für eine "abschließende Beurteilung nicht vollständig" seien. Dann geht es ins Detail: Die vorgesehenen Quarantäne-Räume bedürfen einer räumlichen Trennung von den der Haltung dienenden Boxen. Im nächsten Absatz steht: Die geplante Fläche entspreche bei Einquartierung von einzelnen Großkatzen den Vorgaben des Säugetiergutachtens, allerdings: "Eine Einzeltierhaltung entspricht jedoch nicht dem sozialen Gefüge der Tiger." Einige Absätze später steht: "Zu der im Obergeschoss vorgesehenen Reptilienhaltung und Haltung von Kleinsäugern kann keine Stellungnahme abgegeben werden, da hier wiederum versäumt wurde, die genauen Tierarten anzugeben."
Damit ist für Heike Finke klar, "dass die Herren einfach nicht verstehen können oder wollen, was eine Tierauffangstation ist." In Not geratene Tiere bestimmter Arten werden aufgenommen und anschließend an einen sicheren Ort, wie zum Beispiel einen Zoo, weitervermittelt.
Schon die direkte Reaktion von Tierart auf das Papier des Veterinäramtes war deutlich, wie Finke erklärt: "Die eigenwillige Interpretation des Säugetiergutachtens [...] veranlasste uns, direkt mit dem Herausgeber des Gutachtens Kontakt aufzunehmen, nämlich dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMVEL). Von dort wurde bestätigt, dass diese Lesart des Veterinäramtes ausgeschlossen ist." Der besondere Charakter der "Durchgangsstation" wird in diesem Schreiben noch einmal erläutert.

Sächsische Zeitung 9.11.2002
Zoobewohner beziehen ihr Winterquartier
http://www.sz-online.de/news/artikel.asp?id=156271
Winterumzug im Dresdner Zoo: Einheimische Singvögel wie Rotschwänze und Schnepper haben ihre Voliere gegen einen Aufenthalt im Ibis-Haus eingetauscht. Die rosa Pelikane können sich am Vogelteich derzeit auf ausgelegten Strohmatten postieren und so im Trockenen stehen. Flamingos beziehen einen eigenen Pavillon. Die vier Kronenkraniche befinden sich im Ostteil des Zoos, wo sie sich mit zwei Nyala-Böcken ein Gehege und eine Stallung teilen. Im Terrarium könnten sich die Diadem-Nattern weiter verstärken. Eines der weiblichen Tiere hat jedenfalls zwei Eier abgelegt, die inzwischen im Inkubator ruhen.

Kieler Nachrichten 11.11.2002
Tierpark Gettorf rüstet sich für den Winter – Extra-Portion fettreiches Futter
http://www.kn-online.de/htm/aktuell/reg-e/c-sboTiere.htm
Damit Affe, Flamingo und Wasserschwein im Gettorfer Tierpark weder Winterdepression noch Erkältung bekommen, erhalten sie in den nächsten Monaten eine etwas andere Pflege als im Sommer, erklärt die Biologin Dr. Gabriele Thomas. Das Affenhaus, die Tropen- und die Paradieshalle werden auf 15 bis 17 Grad Celsius geheizt, ebenso das kleine Affenhaus und die so genannten weißen Häuser, in denen die Papageien sonst mit den Schnäbeln klappern würden. "Das Wichtigste ist, dass die Tiere keine Zugluft kriegen", so die 35-jährige Biologin. Zur Vorbereitung auf den Winter gehört auch, dass alle Tiere im Spätsommer oder Herbst entwurmt werden. Außerdem gibt es jetzt immer eine Extra-Portion fettreiches Futter und warmes Trinkwasser.

Frankenpost
7.11.2002
Stimmung bei Meister Petz
http://www.frankenpost.de/php/resy/export/ini/artikel/resyart.php?id=363731
Meister Petz sorgt für Stimmung im Klingenthaler Tierpark.

Nordkurier 9.11.2002

Löwenkinder schlafen viel
http://www.nordkurier.de/lokal/ueckermnde/c___/c.php
Erst wenige Tage ist es her, dass der Löwennachwuchs im Ueckermünder Tierpark seinen ersten Fototermin hatte. Interview mit Brigitte Rohrhuber, Leiterin der Zooschule.

Freie Presse 12.11.2002

Zerstörungen und Müll im Sahnpark - Neue Zwergziegen im Gehege
http://www.freiepresse.de/TEXTE/NACHRICHTEN/REGIONAL/WESTSACHSEN/CRIMMITSCHAU/TEXTE/502716.html
Natürliche Sterbefälle durch Altersschwäche verringern den Tierbestand im Crimmitschauer Gehege im Sahnpark. Dies wird unter anderem durch Neuanschaffungen ausgeglichen. So kann man seit kurzem "Max und Moritz", zwei junge Zwergziegen, zu den Bewohnern des Geheges zählen. Die Schafe, Moor- und Heidschnucken haben jetzt Paarungszeit und befinden sich noch bis Ende dieses Monats außerhalb des Sahnparks, um Streuobstwiesen zu "pflegen". Leider seien aber auch immer wieder Zerstörungen an Geländern, Bänken, Hinweisschildern sowie Verunreinigungen durch Müll zu beklagen.

Der Neue Tag 13.11.2002

Trächtige Hirschkuh hat eine neue Heimat gefunden
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/0,2123,71912-1-164_0_0,00.html
Bei den Organisatoren der Aktion "Hirschkuh" brach eine kleine Panik aus, als sie am Samstagmorgen einen Blick aus dem Fenster warfen. Über Nacht war der erste Schnee gefallen, der das Eintreffen von "Leonie" fast gefährdet hätte. Pünktlich um 15 Uhr, wie im Zeitplan vorgesehen, konnte die trächtige Hirschkuh in ihre zirka vier Hektar große, neue Heimat im Naturpark Steinwald entlassen werden.

Ostsee Zeitung
13.11.2002
NDR und Sparkasse unterstützen Tierpark
http://www.ostsee-zeitung.de/st/start_112754_562934.html
Für rund 100 Wellensittiche und Zebrafinken im Stralsunder Zoo haben sich seit gestern dank NDR 1 Radio MV und der Sparkasse die "Wohn- und Lebensverhältnisse" wieder verbessert. Bei dem starken Sturm im Sommer hatte eine Pappel an der Wellensittichanlage erheblichen Schaden angerichtet und u. a. einen erheblichen Teil des Abdecknetzes vernichtet. Mit seiner über vier Wochen laufenden Aktion "Expedition ins Geldreich" hatte Radio MV 50.000 Euro für gemeinnützige Zwecke eingespielt, und dem Stralsunder Tierpark mit einer Summe von rund 3000 Euro die Reparatur der Voliere ermöglicht.

B.Z. (Berlin) 14.11.2002
Warum der Panda im Handstand pinkelt
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/021114/panda.html
Gegen einen Baum pinkeln kann so ziemlich jeder. Aber nicht im Handstand: Das schafft nur unser Panda Bao Bao aus dem Zoo. "Damit täuscht der Panda Größe vor. Hängt die Duftmarke hoch, denkt das Weibchen - Mensch, was für ein stattlicher Kerl. Liebe geht im Tierreich eben oft durch die Nase", verrät Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Er denkt einen Moment nach: "Dann gibt's bei uns noch die Bart-Pinkler." Was ist denn das für ein Tier? "Der Steinbock. Er setzt sich, neigt den Kopf zum Bauch. Der Strahl landet im Bart. Danach trägt er die Duftnote vor sich her, sie wirkt betörend auf die Weibchen."

Berliner Morgenpost 14.11.2002

Wen streicheln Sie denn da?
http://www.berliner-morgenpost.de/bm/inhalt/heute/berlin/story562319.html
Berlin.
Wir sind die einmillionsten Besucher im Tierpark. Paul und ich haben Blumen, einen Stoffelefanten und eine Jahreskarte bekommen..

Zoos & Tierparks ~ Pressemitteilungen ~ Natur- und Artenschutz ~ Weitere Infos   ~ Ausstellungen ~ TV-Tipps
Pressemitteilungen teilweise gekürzt

Pearcedale Conservation Park, 13-11-02
Baby Quolls Make A Grand Entrance
quoll Endangered eastern quoll kittens have just emerged from their nest at Moonlit Sanctuary, Pearcedale. Believed to be the first breeding in Victoria in several years, eastern quolls were widespread before becoming extinct on the mainland in the early 1960's. Moonlit Sanctuary Director, Michael Johnson, said "these kittens are the first born at the Sanctuary, and this is an important milestone. Our objective is to build a sustainable population, and eventually see the eastern quoll reintroduced in line with the Victorian Fauna and Flora Guarantee". The new babies are already the focus of attention. This week a film crew has been filming them for a National Geographic special. The filmmaker has been recording the kittens as they play and frolic with their mother. Meanwhile a research student from Monash University is studying the kittens' progress with great interest. Much remains to be learnt about these fascinating animals. Quolls are difficult to breed in captivity, and it is hoped these babies will help provide some answers.
Pearcedale Conservation Park - Moonlit Sanctuary
Pearcedale VIC 3912, Australia
www.pearcedale.com
>Es handelt sich um Tüpfelbeutelmarder. Wir haben den damals noch in Bau befindlichen Artenschutzpark 1998 besucht und mit Michael seither Kontakt gehalten. Mehr auch unter www.zoo-ag.de/ZooAG-Pearcedale.htm

Leipzig, 14.11.2002    
Die Hochschule für Grafik und Buchkunst bedankt sich beim Zoo Leipzig mit einer Grafikmappe für die hervorragende Zusammenarbeit.
Zur Übergabe der Mappe von Frau Prof. Doris Ziegler an Zoodirektor Dr. Jörg Junhold möchten wir Sie recht herzlich am Dienstag, dem 19. November, um 11.00 Uhr in den Zoo Leipzig (Hacienda las Casas) einladen.
Seit Jahren kooperieren der Leipziger Zoo und die HGB Leipzig in unterschiedlichen Projekten. So arbeiten Studierende des Grundstudiums regelmäßig im Zoo, um vor Ort Zeichenübungen zu praktizieren. Doris Ziegler, Professorin für Zeichnen, Komposition und Formlehre, betreut die Arbeit der Studierenden und hat nun eine Grafikmappe mit 17 einzigartigen Werken zum Thema Tiermotive zusammengestellt.
Neben dieser schon seit Jahren andauernden Kooperation verbinden weitere Projekte die Leipziger Kunsthochschule mit dem Zoo Leipzig. So hat der Zoo beispielsweise maßgeblich den Aufbau der Anatomischen Sammlung der Hochschule unterstützt. Zwei weitere Projekte wurden unter der Leitung des ehemaligen Rektors, Prof. Ruedi Baur, realisiert. In diesem Semester haben Studierende seiner Klasse für Systemdesign Tierbewegungen im Zoo studiert. Ebenfalls unter seiner Leitung ist im Jahr 1996 ein neues Orientierungs- und Informationssystem für den Zoo mit neuen Gehegeschildern, Wegweisern, Orientierungsplänen etc. entstanden. Studentinnen und Absolventinnen der HGB (Studiengang Malerei) waren zudem an der Neugestaltung des Entdeckerhauses Arche, an der Kaninchenmauer und Lippenbärenschlucht beteiligt.

Nindorf, den 13.11.2002
Petzi hält keinen Winterschlaf
Bär Der neun Jahre alte europäische Braunbär Petzi, denkt gar nicht daran sich schlafen zu legen. Viel zu interessant sind die vielen Besucher im Wildpark Lüneburger Heide die den süssen Fratz mit Leckereien füttern. Für das spezielles Bärenfutter das es im Wildpark zu kaufen gibt, macht Meister Petz auch schon mal Männchen. Einen Tipp für alle, die ihren Winterspeck trotz Kälte etwas reduzieren wollen, ein Winterspaziergang im Wildpark Lüneburger Heide. Dort gibt es nicht nur Bären, Schneeleoparden, Elche und Wölfe, sondern auch viele andere Tiere zum füttern.

Duisburg 13.11.2002
2.600 Euro für ein Matschie
Normalerweise handeln sie mit „Innovativer Technik“, setzen „freundliche und geschulte Mitarbeiter ein“, um „hohe Kundenzufriedenheit durch Qualität und Service zu bieten“…
Und wer’s noch genauer wissen will: „Sparsamer Umgang mit Benzin gehört zwar nicht unbedingt zu den Qualitäten“, mit denen manche Fahrzeuge der Nobelmarke BMW computergesteuert, aber immer noch handverlesen weltweit über viele Straßen rollen.
Können die Hochleistungs-Automobile dieser Marke ganz sicher große (Tempo-)Sprünge machen, so sind die ebenso seltenen wie sensiblen Matschie-Baumkänguruhs weit bescheidener, denn nicht  S p r i n g e n, sondern bestenfalls Hüpfen ist die ihnen angeborene Bewegungsart…
Weil diese farbenprächtigen Bewohner dichter Dschungel des östlichen Neuguinea aber auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen, im Zoo Duisburg jedoch nachweislich nicht nur eine Heimat, sondern darüber hinaus eine Zuchtstätte gefunden haben, hat sich das Management des Autohauses Automobile Zwirner GmbH in Duisburg entschlossen, dem Projekt zur Arterhaltung der baumhüpfenden Beuteltiere wenigstens finanziell auf die Sprünge zu helfen. Hierzu wählte die Firmenleitung der Zwirner GmbH sich das Matschie-Baumkänguruh zum Patentier.
Geschäfts- und Verkaufsleitung des Autohauses werden gemeinsam mit der Tierpatenschafts-Beauftragten Dr. Doris Heckermann-Meisters und Zoodirektor Dipl.-Biol. Reinhard Frese am Donnerstag, dem 14. November 2002, um 11.00 Uhr im Koala-Haus mit einem Scheck in Höhe von 2.600 Euro die Baumbeutler beschenken.

Leipzig, 13.11.2002    
Seniorentag am 15.11.2002 im Zoo Leipzig
Bummeln, plauschen und Geschichten lauschen
Der Seniorentag am 15.11.2002 beginnt um 11.00 Uhr mit einer Führung zum „Entdeckerhaus Arche“. Das ehemalige „Neue Raubtierhaus“ präsentiert Artenschutzprojekte, Zoogeschichte und den Zoo der Zukunft auf außergewöhnliche Art und Weise. So sind auch die künftigen Kontinentbereiche des Zoos (Asien, Afrika und Südamerika) mit allen Sinnen zu erleben.
Beim Zoorundgang ab 14.00 Uhr steht z.B. ein Besuch bei den Lippenbären, im Pongoland, bei Elefantenbaby Voi Nam, seinen Tanten und bei den beiden jungen Löwen aus Lissabon auf dem Programm. Bei einem Blick auf das Modell und die Baustelle der „Tiger-Taiga“ können sich die Besucher davon überzeugen, welch schönes Freigehege die Tiger des Zoos ab April 2003 erwartet.
Eine literarische Reise in vergangene Zeiten des Zoos beginnt um 16.00 Uhr im „Entdeckerhaus Arche“. Eine Lesung widmet sich erstmals den Tiergeschichten von Prof. Dr. Karl Max Schneider, der von1934 bis 1955 Zoodirektor in Leipzig war. Als liebevoller Beobachter schrieb er zahlreiche Bücher über seine Schützlinge und ließ damit viele Menschen an seinen Erlebnissen teilhaben.

Münster, 13.11.
Erstmals "kaufmännische" Zootagung in Münster
Die alljährliche Arbeitstagung kaufmännischer Direktoren/innen und Verwaltungsleiter/innen von rund 30 Zoologischen Gärten und Tierparks in Deutschland und Österreich findet am kommenden Wochenende (15.-17.11.) erstmals in Münster statt. Zu dieser Veranstaltung, bei der vorrangig ein effizientes Kosten-, Umwelt und Energiemanagement auf dem Programm steht, werden u.a. Teilnehmer aus Wien, Berlin, Rostock und München erwartet. 

Stuttgart, 13.11.
Danke
Die Flutkatastrophe an der Elbe und ihren Nebenflüssen hat in diesem Sommer viel Leid für Mensch und Tier gebracht. Auch Zoos wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Erfreulich war die Welle der Hilfsbereitschaft, die der Flutwelle folgte.
Auch die Besucher der Wilhelma sind einem Spendenaufruf gefolgt: 5400 ¬ in nur 2 Monaten kamen zusammen. Das Geld wird verteilt auf die von der Flut besonders hart getroffenen zoologischen Gärten in Prag (1500 ¬) und Dresden (3900 ¬). Zusammen mit den Spenden aus anderen Quellen wird das Geld zum Wiederaufbau der Tierhäuser und Gehege beitragen. Die Wilhelma freut sich darüber und dankt allen Spendern.

Stuttgart, 13.11.
Nachwuchs bei den Bonobos
Ein winziger rosafarbener Fuß oder mit gaaanz viel Glück mal ein zerknittertes Gesichtchen mit mittig gescheitelter Frisur – mehr ist vom jüngsten Mitglied der Bonobo-Familie in der Wilhelma selten zu sehen. Mutter „Lina“ hält ihr Kind ganz eng am Körper und dreht allzu neugierigen Betrachtern dann meist den Rücken zu. Ob Junge oder Mädchen lässt sich noch nicht sagen – selbst die vertrauten Pfleger haben den Neuzugang noch nicht komplett zu Gesicht bekommen. Die Verwandtschaft muss irgendwann noch per Vaterschaftstest geklärt werden – da kommen nämlich zwei Kandidaten in Frage. Der Wildfang „Zorba“ wäre genetisch der Wunschkandidat, aber Bonobo-Damen nehmen nicht immer Rücksicht auf die Wünsche der Zoologen: Der Nachwuchs könnte auch von „Kirembo“ sein. Das am 29.10. geborene Jungtier ist der 20. Bonobo, der in der Wilhelma zur Welt kommt – damit ist die zur Zeit 11-köpfige Großfamilie eine der erfolgreichsten Zuchtgruppen der Welt. Bonobos stehen in ihrer afrikanischen Heimat am Rande der Ausrottung – daher wird die kleine Population in Menschenobhut durch ein EEP gemanagt, um die größtmögliche genetische Vielfalt zu erhalten.

Duisburg, 11.11.02
Neues Futter-Mobil ist fahrbereit
Ein ganz besonderes Gefährt wird künftig (nicht nur) über Duisburgs Straßen rollen, und wer seine mit 33 bunt bemalten Werbebotschaften bedeckte Blechhaut aufmerksam betrachtet, weiß zwar, was drauf steht, aber nicht, was drin ist…
Erstmals in der fast 70-jährigen Geschichte des „Tierparks am Kaiserberg“ fährt ein zooeigenes Futter-Mobil zwischen Großmarkt, Flughafen und Erzeugergenossenschaft durchs Verkehrsgewühl  o h n e  zoospezifische Delphin-, Koala- oder Giraffen-Embleme; dafür aber ein nagelneuer Fiat Ducato, auf dem 33 regionale Firmen und Betriebe ihre plakativen Anzeigeschriften verbreiten – von Apotheke bis Zoohandlung.
Der Vorteil für den Zoo: Das nützliche Fahrzeug hat die angespannte Finanzlage des Zoos um keinen Cent belastet, und außer den üblichen Unterhaltskosten fallen auch keine weiteren Nebenausgaben an.
Zu einer kleinen Übergabefeier hat der Vorstand der Zoo AG Vertreter sämtlicher 33 Werbeträger eingeladen auf die Neue Elefanten-Freianlage am Dienstag, dem 12. November 2002, um 11.00 Uhr.

Leipzig, 8.11.2002    
Karnevalseröffnung verspricht tierisches Vergnügen
Närrische Saison steht ganz im Zeichen des Zoos
Wenn in diesem Jahr die Zeit der Narren und Närrinnen anbricht, ist Leipzigs Zoodirektor Dr. Jörg Junhold mit von der Partie. Als Schirmherr der anstehenden Faschingssaison wirft er ein waches Auge auf das bunte Treiben, das schließlich bis in „sein“ Zoojahr hinein andauern wird.
Zur Eröffnung der Karnevalssaison am Montag, dem 11.11.2002 trifft sich das närrische Volk um 10.30 Uhr an der Moritzbastei zum traditionellen Leipziger Faschingsumzug. Natürlich reiht sich auch Zoomaskottchen Tammy auf seinem Zebra-Zoowagen an der Seite seines Zoodirektors ein. Am Markt angekommen, wird Dr. Jörg Junhold Tammy und Karnevals-Löwin Leila aus ihrem Käfig entlassen, damit Leila punkt 11.11 Uhr Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee den Schlüssel für´s Rathaus abluchsen kann.

Leipzig, 7.11.2002    
Zoo öffnet seine Pforten auf „Fingerzeig“
Neues Zugangssystem für Jahreskartenbesitzer des Zoos Leipzig
Wer eine Jahreskarte für den Zoo Leipzig hat, kann ab sofort mehr Service genießen und muss weniger Wartezeiten in Kauf nehmen. Dieser Vorteil ist einem neuen Zugangssystem zu verdanken, das der Zoo Leipzig seinen Besuchern als erste Freizeiteinrichtung in Mitteldeutschland bietet.
Wie funktioniert´s? Wer eine Jahreskarte kauft oder seine alte umtauscht, gibt an der Kasse seine erforderlichen Daten an und legt seinen Zeigefinger auf einen Sensor. Dieser erfasst einige markante Punkte des Fingerabdrucks. Dann wird die Jahreskarte ausgedruckt, die der Besucher wie gewohnt am Drehkreuz ins Lesegerät steckt. Anschließend einfach den Finger auf den Sensor am Drehkreuz legen und den Tag im Zoo unbeschwert genießen! Dank dieses mit dem Datenschutz abgestimmten Verfahrens gehören Personenkontrollen und Datenprüfungen, die bisher nötig waren, der Vergangenheit an.
Ein weiterer Vorteil: Jahreskartenbesitzer werden exklusiv über aktuelle Angebote des Zoos informiert und erhalten als Stammgäste ab und zu ein „Dankeschön“.

Gelsenkirchen, 7.11.2002
Antonia fühlt sich im neuen Gehege Zuhause
Antonia Eisbärendame Antonia hat ihren Umzug innerhalb des Ruhr Zoo Gelsenkirchen bestens überstanden. Nach nur einem Tag Eingewöhnungszeit hat sie ihr neues Zuhause, die Bärenburg, erobert. Und nach bester Eisbärenmanier hat sie gleich den Wassergraben als neues Spielrevier entdeckt.
Die Treppen in der Bärenburg meistert sie trotz ihre Zwergwüchsigkeit und ihrer damit verbundenen kurzen Beine gut. Ein leichter Muskelkater vom Schwimmen und vom Klettern wird sich vielleicht einstellen, aber leichter Sport hält auch kleine Eisbären fit.
Antonias alte Anlage und das ehemalige Kamelhaus fallen in der Zwischenzeit dem Bagger zum Opfer. An ihrer Stelle wird der Westfälische Bauernhof errichtet. Die Bauarbeiten dokumentieren den weiteren Wandel des Ruhr Zoo zur Zoom Erlebniswelt. Trotz der Umbaumaßnahmen sind weiterhin uneingeschränkt alle Tiere zu sehen.

Münster, 7.11.02
Jane Goodall in Münster
Die weltberühmte Schimpansenforscherin und UNO-Friedensbotschafterin wird am 9. Dezember Münster und den Allwetterzoo besuchen und am Abend in der Halle Münsterland einen Vortrag über ihre Arbeit und die von ihr initiierten Umweltprojekte halten. Die 68jährige Britin wurde weltweit bekannt, als sie mit 26 Jahren von 1960 an allein im Urwald von Tansania das Leben der Schimpansen beobachtete. Sie gründete zwei Forschungsinstitute, u.a. ein nach ihr benanntes Institut zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen im Lebensraum der Schimpansen. Anlässlich ihrer Stippvisite in Deutschland steht nach dem ganztägigen Besuch in der Stadt des Westfälischen Friedens noch ein kurzer Aufenthalt in Heidelberg auf dem Programm. In Münster wird Dr. Jane Goodall im historischen Friedenssaal von Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann empfangen und sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Anschließend nimmt sie eine Spende in Höhe von 20.000 EUR für den Schutz der Menschenaffen in Afrika in Empfang. Das Geld wird Jane Goodall von Jörg Adler, dem Direktor des Allwetterzoos und Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Artenschutz, überreicht. Es stammt aus dem Verkauf von Anteilen am "Affricaneum", einer sich derzeit im Bau befindlichen neuen Anlage für Gorillas und Schimpansen im Allwetterzoo. Dies ist der höchste Betrag, den ein Zoo im Rahmen einer europaweiten Kampagne für den Schutz der afrikanischen Menschenaffen gesammelt hat. Am Abend kann Jedermann die faszinierende Frau erleben; denn der Zoo lädt zu einer Vortragsveranstaltung im Congress-Saal der Halle Münsterland ein: "Jane Goodall ihr Leben mit Schimpansen. Retrospektive und Ausblick auf die Zukunft dieser Welt...." Beginn ist um 20 Uhr; Einlass ab 19 Uhr. Karten für 12 EUR, ermäßigt 8 EUR, gibt es beim Ticket-Shop der Münsterschen Zeitung, Tel. 02 51/592 52 52. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Naturschutzarbeit von Jane Goodall zu Gute. 

Leipzig, 7.11.2002    
Abreise nach Malaysia
Die Löwen Arthur und Wolfram verlassen den Zoo Leipzig
Mit einem Spezialtransport geht es zunächst zum  Flughafen in Frankfurt am Main. Dort treten die beiden Brüder dann ihre Reise per Flugzeug nach Melaka in Malaysia an. Im Safaripark „Safari Wonderland“ finden sie ein neues Zuhause.
Arthur und Wolfram (beide geboren am 25.08.1998) kamen im Januar 2001 aus Givskud (Dänemark) nach Leipzig. Sie bezogen als Erste die damals neu gebaute Löwensavanne. Später kam Löwin Chiara (geboren am 23.06.1999) hinzu.
Nach dem tödlichen Angriff von Arthur auf Chiara im März dieses Jahres war davon auszugehen, dass eine Vergesellschaftung des Katers mit einer Katze im Zoo Leipzig nicht mehr in Frage kommt. Dank sehr intensiver Bemühungen um eine akzeptable Lösung für diese schwierige Situation im Hinblick auf die Zukunft der Löwenhaltung im Zoo Leipzig ist es nun gelungen, für Arthur und Wolfram ein schönes gemeinsames Zuhause zu finden.
Seit dem 9.10.2002 bewohnen bereits zwei Neuankömmlinge einen Teil der Löwensavanne. Die beiden jungen Angolalöwen aus Lissabon haben sich, getrennt von Arthur und Wolfram, sehr gut eingelebt und aneinander gewöhnt. Schon in den Herbstferien zeigten sich der Kater (14 Monate alt) und die Katze (17 Monate alt) selbstbewusst den kleinen und großen Zoofans. Auch wenn mit Nachwuchs erst in etwa zwei Jahren zu rechnen ist, beginnt mit dem Einzug der beiden eine neue Ära in der Leipziger Löwenhaltung. Erstmals sind Vertreter dieser bedrohten afrikanischen Unterart im Zoo Leipzig zu Hause.
Unsere jungen Angolalöwen möchten nicht länger namenlos bleiben. Wer findet schöne angolanische Namen für die beiden?




NABU, 14. November 2002
NABU begrüßt besseren Schutz für Asiens Großkatzen
Dexel: Großer Erfolg für Schneeleopard, Nebelparder und Asiatischen Leopard
Der Naturschutzbund NABU und die Environmental Investigation Agency (EIA) haben sich bei der Internationalen Artenschutzkonferenz (CITES) in Santiago de Chile erfolgreich für den Schutz der akut vom Aussterben bedrohten asiatischen Großkatzen Schneeleopard, Nebelparder und Asiatischer Leopard eingesetzt. Ein von Indien eingebrachter und von anderen asiatischen Herkunftsländern unterstützter Antrag wurde trotz erbitterten Widerstand Chinas mit großer Mehrheit angenommen. Künftig werden für die genannten Arten die gleichen Schutzmaßnahmen gelten wie für den Tiger. "Diese Entscheidung war überfällig, denn Schneeleopard, Nebelparder und Asiatischer Leopard sind im gleichen Maße durch Wilderei und illegalen internationalen Handel bedroht wie der Tiger", sagte Birga Dexel, Leiterin des NABU-Schneeleopardenprojekts.

WWF, 14.11.2002
Vor der nordspanischen Küste ist ein Tanker in Seenot geraten und Leck geschlagen.
Es wurde bereits ein fünf Meilen großer Ölteppich gemeldet. Für den WWF verdeutlicht die Havarie erneut die Schwächen im europäischen Meeresschutz. “Wir benötigen eine leistungsfähige europäische Küstenwache und eine umfassende europäische Gesetzgebung für mehr Sicherheit auf den Meeren,” betont Dr. Hans-Ulrich Rösner vom WWF.
Der 26 Jahre alte Tanker “Prestige" hatte 77.000 Tonnen Diesel oder Schweröl geladen und geriet am Dienstag in schwerem Sturm in Seenot. “Der Unfall ist typisch für die mangelnde Schiffssicherheit. Auf hoher See zählt nur eins: der höchst mögliche Gewinn. Bunt zusammengewürfelte, schlecht bezahlte Mannschaften, alte Schiffe in schlechtem Standard sind immer wieder die Ursache von Ölkatastrophen,” so Hans-Ulrich Rösner. In Nordspanien kam es bereits 1975 und 1992 zu schweren Ölunfällen.
Die EU habe nach den bisherigen  Schiffskatastrophen -zuletzt  der “Erika” vor Frankreich - zwar wiederholt einige Initiativen zur Verbesserung der Schiffssicherheit gestartet, doch bislang verzettele man sich in Einzelinitiativen

NABU 13. November 2002
NABU und BUND fordern Gebiets-Nachmeldungen für europäisches Schutzgebietsnetz
Europäische Naturerbe in Deutschland nicht ausreichend geschützt
Ein von der EU beauftragtes unabhängiges Institut hat die von den Mitgliedsstaaten gemäß europäischer Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) gemeldeten Gebiete für die kontinentale Region bewertet. "Das Ergebnis der unabhängigen Prüfer hat ergeben, dass Deutschland von insgesamt 74 Lebensraumtypen der kontinentalen Region nur für 10 Lebensräume ein ausreichendes Schutzgebietsnetz vorgesehen hat", berichtete Andreas von Lindeiner, Vertreter von NABU und BUND auf dieser Konferenz. Eine noch schlechtere Bewertung zeichne sich beim Schutz gefährdeter Tiere und Pflanzen in Deutschland ab. Praktisch alle gefährdeten Fisch- und Insektenarten wurden als unzureichend geschützt bewertet.
"Die meisten Bundesländer haben die EU-Richtlinie auf die leichte Schulter genommen, eine fachlich ungenügende Planung vorgelegt und die notwendigen Meldungen auf Kosten der Natur verschleppt. Die EU hat jetzt klar gestellt, dass sie einen nachlässigen Schutz von Europas Naturschätzen nicht hinnehmen wird", so von Lindeiner. NABU und BUND sehen ihre naturschutzfachliche Arbeit durch die EU-Kommission bestätigt, die weitgehend den fachlichen Einschätzungen der Verbände gefolgt ist.
Besonders große Defizite weisen die deutschen FFH-Meldungen beim Schutz der Buchenwälder auf. Dies wiege nach Ansicht der Verbände um so schwerer, als Deutschland im Verbreitungsschwerpunkt der Buchenwälder liege und daher eine besonders große Verantwortung für deren Schutz trage. Auch bei Wiesen, Heiden und natürlichen Gewässern sei Deutschland zu erheblichen Nachmeldungen verpflichtet worden.

WWF ist enttäuscht über die Vorentscheidung zur Zukunft der Haie
Frankfurt a. M./Santiago de Chile, 13.11.02
Die Delegierten der Weltartenschutzkonferenz CITES haben sich in einer geheimen Abstimmung ganz knapp gegen den Schutz der Riesen- und Walhaie ausgesprochen. Ein stellvertretend für die EU von Großbritannien gestellter Antrag, den Riesenhai in den Anhang II des Artenschutzabkommens zu stellen, sowie ein gleich lautender Antrag Indiens und der Philippinen für die riesigen Walhaie wurden abgelehnt. Beide Fische gehören zu den größten und ältesten Meeresbewohnern und sind durch Übernutzung und unregulierten Fischfang stark bedroht.
“Erneut haben sich die Haischützer die Zähne an der Fischereilobby ausgebissen!”, kommentiert WWF-Artenschutzexperte Volker Homes die Entscheidungen. Der WWF verurteilt insbesondere die großen Fischereinationen China, Japan und Island, die sich offen gegen den Schutz der Wal- und Riesenhaie ausgesprochen haben. Die Polemik einzelner Delegationen führte dazu, dass die Anträge die notwendige Zweidrittel-Mehrheit jeweils mit nur wenigen Stimmen verfehlten. Beide Hai-Arten sind durch die große Nachfrage ostasiatischer Länder nach Flossen, Fleisch, Lebertran und Knorpel bedroht. Da sie langsam und oft in Küstennähe schwimmen, sind sie für Fischer leichte Beute - und ein lukratives Geschäft: Für die Flossen eines einzigen Riesenhais werden auf den Märkten von Hongkong bis zu 2.300 Euro bezahlt. Das begehrte Produkte landet in den Kochtöpfen - vor allem in Taiwan haben immer mehr Restaurants Walhaiflossen auf der Speisekarte. Da Wal- und Riesenhaie nur langsam wachsen, spät geschlechtsreif werden und nur wenige Nachkommen zeugen, können sich die "lebenden Fossilien" von der Überfischung nur sehr schlecht erholen. Schätzungsweise 100 Millionen Haie verschiedener Arten werden jedes Jahr gefangen, viele von ihnen ausschließlich wegen ihrer Flossen.
"Ohne eine strikte Begrenzung des Handels mit Haiprodukten haben Riesen- und Walhaie keine Chance! Bis zur nächsten Artenschutzkonferenz 2005 vergehen drei wertvolle Jahre. Dann kann es für Schutzmaßnahmen schon zu spät sein", so Volker Homes. Bereits bei der letzten Weltartenschutzkonferenz im Jahr 2000 wurden Anträge zum Schutz der Wal- und Riesenhaie abgelehnt. Seither wurden viele aussagekräftige Daten gesammelt, die die Bedrohung der beiden Arten noch stärker als bisher verdeutlichen. Der WWF fördert Projekte zur Erforschung des Riesenhais sowie Projekte, die den Ökotourismus unterstützen. Auf den Philippinen kann man zum Beispiel mit den Haien tauchen - so werden die imposanten Tiere für die Touristen interessant und damit vor dem Tod durch die Harpune geschützt.

ProWildlife 13. November 2002
Internationaler Verkauf von 60 Tonnen Elfenbein verabschiedet - Auflagen für Handelskontrollen nur eine Farce - Artenschützer befürchten Anstieg der Wilderei
Die Teilnehmer der derzeit in Chile stattfindenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) genehmigten drei Ländern den Verkauf von insgesamt 60 Tonnen Elfenbein aus Lagerbeständen. Botsuana, Namibia und Südafrika könnten ab Mai 2004 Rohelfenbein exportieren. Ähnliche Anträge Sambias und Simbabwes wurden dagegen abgelehnt. Artenschützer zeigten sich bestürzt über den Ablauf und die Ergebnisse der Debatte: "Die Behauptung, der Elfenbeinhandel sei kontrollierbar, ist schlichtweg falsch. Die Entscheidung des WA gibt ein fatales Signal an Wilderer in Afrika und Asien, die bereits Gewehr bei Fuß stehen!", warnt PRO WILDLIFE Expertin Daniela Freyer, die an der WA-Konferenz. "Die EU enthielt sich bei den Anträgen Namibias, Botsuanas und Südafrikas fatalerweise der Stimme; mit ihren 15 Stimmen hätte sie die Freigabe des Elfenbeinhandels verhindern können, wie sich am Beispiel Sambia und Simbabwe gezeigt hat".
Ab Mai 2004 sollen 60 Tonnen Rohelfenbein in derzeit noch unbenannte Absatzländer verkauft werden. Japan ist der wahrscheinlichste Abnehmer. Voraussetzung soll u.a. sein, dass das Kontrollsystem MIKE (Monitoring of Illegal Killing of Elephants) keinen Anstieg der Wilderei verzeichnet. "Doch MIKE hat bis jetzt keine Basisdaten erarbeitet, die als Grundlage für die Abschätzung von Trends dienen könnten. Es ist zu befürchten, dass mit der heutigen Entscheidung die bisherige Arbeit von MIKE zur Festlegung einer Basislinie vernichtet wurde", erläutert Freyer. "Statt abzuwarten, bis MIKE voll einsatzfähig ist und mehr effektive Kontrollen etabliert sind, haben die Vertragsstaaten unter Duldung der EU und nach einer irrational geführten Debatte völlig übereilt dem Verkauf von Elfenbein-Lagerbeständen zugestimmt."
Die ebenfalls beantragten jährlichen Exportquoten von Südafrika, Namibia und Botswana fanden bereits im Vorfeld keine Unterstützung und waren nicht mehr Gegenstand der Abstimmung. Ausschlaggebend bei der Elefantendiskussion waren jeweils die Stimmen der 15 EU-Staaten: Hätten die EU-Länder, die zur einheitlichen Stimmenabgabe verpflichtet sind, sich nicht bei den Anträgen von Botswana, Namibia und Südafrika enthalten, sondern mit nein gestimmt, wären die Anträge abgelehnt worden. Die EU-Staaten lehnten allerdings lediglich die Anträge Simbabwes und Sambias ab als Konsequenz aus Korruption, Wilderei und gravierenden Vorfällen von Elfenbeinschmuggel. "Die EU verschließt dabei die Augen, dass sich Elfenbeinschmuggel und Wilderei nicht an Ländergrenzen halten. Mögen Management und Vollzug in Ländern wie Botswana besser funktionieren sie können nicht verhindern, dass Wilderer in anderen Ländern nun versuchen, den neu angeheizten Elfenbeinmarkt zu versorgen", befürchtet die PRO WILDLIFE Expertin.

Ecoterra 13.11.
EU und US versagen auf ganzer Linie - Elfenbeinhandel freigegeben - Elefantenmassaker jetzt kaum noch zu stoppen
Die EU enthielt sich fatalerweise bei den meisten der Abstimmungen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) zum Elfenbeinhandel. Mit ihren 15 Stimmen hätte sie die Freigabe des Elfenbeinhandels für Südafrika, Namibia und Botsuana verhindern können! Dabei hat Südafrika noch nicht einmal die CITES Vorschriften im nationalen Recht umgesetzt, was die EU jedoch nicht weiter zu stören scheint.
CITES selbst hat noch nicht einmal den völlig illegalen Verkauf von über acht Tonnen Elfenbein aus Simbabwe an China in einem Elfenbein für Waffen Tauschhandel des Jahres 2000 geahndet. Kann CITES auch gar nicht: Die Konferenz kann lediglich darüber befinden das Töten von gefährdeten Tieren und den Handel mit ihnen für ihre Mitgliedstaaten zu sanktionieren. Verstösse können jedoch nicht betraft werden.

WWF-Forderungen zum Schutz der Dickhäuter zum Teil aufgenommen
Frankfurt a. M./Santiago de Chile, 12.11.02
Auf der zurzeit in Santiago de Chile stattfindenden Weltartenschutzkonferenz CITES zeichnet sich seit heute eine Entscheidung in der Debatte um den Handel mit Elfenbein ab. Bei einer Vorabstimmung der Delegierten wurden die Anträge der beiden südafrikanischen Länder Botswana und Namibia zum begrenzten Handel mit deutlicher Mehrheit angenommen. Die beiden Staaten verfügen wie die meisten anderen Länder des südlichen Afrikas über Elfenbein aus legalen Quellen und möchten die enormen Kosten für ihre nationalen Naturschutzprogramme aus dem Handel mit dem weißen Gold decken. Der WWF beurteilt die Vorentscheidung skeptisch: “Wenn der Beschluss Bestand hat, wird es frühestens Mitte 2004 zu einer kontrollierten Verschiffung von Elfenbein kommen. Der WWF kann die Aufnahme des Elfenbeinhandels nur gutheißen, wenn bis dahin die erforderlichen Überwachungssysteme funktionieren und so die Wilderei von Elefanten eingedämmt wird”, sagt Volker Homes, WWF-Artenschützer und Beobachter in Santiago. Der WWF begrüßt die Bedingung, dass Gelder aus dem genehmigtem Elfenbeinhandel in Maßnahmen zum Schutz des Elefanten fließen müssen. Dies forderte der WWF im Vorfeld der Verhandlungen.
Von den beiden bereits früher beschlossenen Kontrollsystemen zur Überwachung der Wilderei (MIKE: Monitoring Illegal Killing of Elephants) und des Elfenbeinschmuggels (ETIS: Elephant Trade Information System) funktioniert derzeit nur letzteres. MIKE gilt als weltweit anerkanntes Instrument, um die Situation der Wilderei an Elefanten in Afrika und Asien “im Feld” zu verfolgen und zu dokumentieren. Dabei handelt es sich um ein ortsgebundenes Kontrollsystem, das an 55 Standorten in Afrika und 15 in Asien die Todesursache von Elefanten erfasst. Nach Einschätzung des WWF liefert MIKE den afrikanischen Staaten zwar wertvolle Ursachenanalysen über die illegale Jagd, lässt aber für Afrika noch keine Trendaussage zu. Da sich ein kontrollierter Handel mit Elfenbein auch auf die Situation des noch bedrohteren asiatischen Elefanten auswirken kann, fordert der WWF, dass MIKE auch in Asien funktioniert. ETIS beobachtet den illegalen Handel von Elfenbein und Elefantenleder.
Hauptabnehmer illegalen Elfenbeins ist China, das im Zuge des Wirtschaftsbooms eine enorme Renaissance des Elfenbein verarbeitenden Handwerks erlebt. Die Märkte Chinas sind derzeit völlig unkontrolliert. Auch Thailand, Nigeria, Äthiopien und die Demokratische Republik Kongo zählen zu den "bösen Buben" beim Elfenbeinschmuggel. Sie alle haben enorme unkontrollierte Binnenmärkte für Elfenbein. "Wer heute Elefanten schützen will, muss vor allem diese "Achse des Bösen" der unkontrollierten Elfenbein-Märkte überwachen!", fordert Homes. Der WWF unterstützt die Umsetzung von MIKE und ETIS.

NABU, 13. November 2002
NABU kritisiert Zulassung des begrenzten Handels mit Rohelfenbein
Finke: Ein schwarzer Tag für die Elefanten
Der Naturschutzbund NABU hat die Entscheidung auf der Internationalen Artenschutzkonferenz (CITES) in Chile, in Botswana und Namibia den Handel mit Rohelfenbein wieder zu erlauben, scharf kritisiert. "Dies ist ein schwarzer Tag für die Elefantenpopulationen weltweit", erklärte NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke in Santiago. Es müsse befürchtet werden, dass die Wilderei auf afrikanische und asiatische Elefanten wieder zunehme. Auf der bis Freitag in Santiago de Chile tagenden Konferenz hatten Anträge von Botswana und Namibia auf Wiederzulassung des zunächst einmaligen Handels mit Rohelfenbein, Jagdtrophäen, Lederwaren, Häute und lebenden Tieren die erforderliche Mehrheit gefunden.
"Den Bewohnern der Arealstaaten von Elefanten ist nicht vermittelbar, dass lediglich einzelne Elefantenpopulationen wieder handelbar sind", so Finke. Sie würden glauben, dass insgesamt Elefanten und aus ihnen hergestellte Produkte wieder verkauft werden dürfen. "Diese Entscheidung wird die Elefanten weltweit wieder unter starken Druck bringen", betonte Finke. Die Elefantenbestände waren bereits in den Jahren 1979 bis 1986 drastisch geschrumpft. Das als "weißes Gold" bezeichnete Elfenbein hatte astronomische Preise auf den asiatischen Märkten eingebracht.

WWF 11.11.02
Zu Beginn der zweiten Verhandlungswoche auf der Weltartenschutzkonferenz CITES in Santiago de Chile fordert der WWF die 160 Regierungsdelegationen auf, Schutzmaßnahmen für Elefanten, Schildkröten, Mahagoni, Schwarze Seehechte, Riesenhaie und Walhaie zu beschließen. Nach der ersten Verhandlungswoche und angesichts der positiven Vor-Entscheidungen zum weiteren Schutz der Wale und des Anden-Kamels Vikunja sind die WWF-Beobachter vor Ort voller Hoffnung, dass die Delegierten in der verbleibenden Zeit zu konkreten Ergebnissen für den Artenschutz kommen werden.
Auch der Schutz des Mahagonis wird in dieser Woche auf der Tagesordnung stehen. Ein gemeinsamer Antrag Nicaraguas und Guatemalas wird vom WWF unterstützt. Ist der Antrag erfolgreich, darf das südamerikanische Edelholz nur noch unter Auflagen, das heißt mit expliziter Genehmigung, gehandelt werden. Brasilien, in dessen Wäldern schätzungsweise 80 Prozent des Mahagonis illegal gefällt werden, wehrt sich stark gegen die Handelsbeschränkung.
Positive Signale gibt es zur Halbzeit der Konferenz beim Schutz der asiatischen Süßwasser-Schildkröten, die bislang noch nicht in den Anhängen von CITES gelistet sind und deren Handel völlig unreguliert ist. Deutschland, China und die USA haben mit Unterstützung des WWF mehrere Anträge zur Aufnahme von mehr als 15 verschiedenen Schildkrötenarten in den Anhang II eingereicht. Der WWF hofft, dass die Anträge im Laufe dieser Woche angenommen werden und der Handel mit den bedrohten Panzertieren reguliert wird.
Auch wegen der vorläufigen Ablehnung der japanischen Anträge zum Handel mit Produkten von Zwerg- und Brydeswalen geht die WWF-Delegation in Santiago de Chile zuversichtlich in die zweite Verhandlungswoche.

WWF 11.11.02
WWF: Auslaufen der Fangflotte ist ein Affront gegenüber der zeitgleichen Vorab-Entscheidung der Artenschutzkonferenz gegen den Handel mit Fleisch und Produkten von Walen
Heute ist eine japanische Walfangflotte ausgelaufen. Kurs: Richtung Antarktis. Ziel: Innerhalb der nächsten fünf Monate sollen die fünf Schiffe rund 400 Zwergwale töten. Die Umweltstiftung WWF wertet diesen Schritt als herben Affront gegenüber der derzeit in Santiago de Chile tagenden Weltartenschutzkonferenz CITES: „Das ist ein Schlag in die Magengrube von CITES“, empört sich WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. „Gerade heute ist eine wichtige Vorab-Entscheidung gefallen, dass der Handel mit Fleisch von Zwergwalen weiterhin streng verboten bleibt. Japan demonstriert mit seinem Verhalten mal wieder, welchen geringen Stellenwert es internationalen Artenschutzabkommen beimisst.“ In den Nachmittagsstunden trafen die Delegierten eine Vorentscheidung: Ein Antrag Japans auf Wiederaufnahme des Handels mit Fleisch von Zwergwalen wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

WWF fordert effektiven Schutz für die bedrohten Schneeleoparden
Frankfurt a. M./Santiago de Chile, 7.11.2002:
Schätzungsweise noch 3.500 bis 7.000 Schneeleoparden streifen durch die Gebirge Zentralasiens. Obwohl die Tiere streng geschützt sind, hat die illegale Jagd in den letzten Jahren stark zugenommen. Die prekäre Situation der seltenen Raubkatzen beschreibt der WWF in einer heute veröffentlichten Broschüre. Die Naturschutzorganisation fordert die Delegierten der derzeit in Santiago de Chile tagenden Weltartenschutzkonferenz dazu auf, konkrete Maßnahmen zum Schutz aller asiatischen Großkatzen, zu denen der Schneeleopard zählt, zu beschließen.
Zwar ist der Handel mit allen asiatischen Großkatzen, zu denen neben den Schneeleoparden auch die Leoparden, Tiger, Nebelparder und Marmorkatzen zählen, bereits komplett verboten. Dennoch wurden in Kirgisistan in den vergangenen zehn Jahren 300 Schneeleoparden getötet.
Die Artenschutzkonferenz CITES könne das Überleben der asiatischen Großkatzen sichern, denn bereits beim Tigerschutz habe sich gezeigt, dass sich der Druck der Öffentlichkeit und strenge CITES-Handelskontrollen positiv auswirken können. Beides habe dazu geführt, dass in den meisten Staaten, in denen Tiger leben, der Schutz der Raubkatzen allerhöchste Priorität hat. "Mit Verboten allein lässt sich das Töten der letzten Schneeleoparden nicht verhindern", beurteilt Volker Homes die derzeitige Situation. "Wir müssen mit den Menschen vor Ort Lösungen suchen, die sowohl ihnen als auch den Tieren nützen." Der WWF fordert zum Beispiel, dass alternative Einkommensquellen gefunden werden, und dass Anti-Wilderer-Brigaden eingesetzt sowie Schmuggelrouten und Absatzmärkte ausfindig gemacht und zerstört werden.

 
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Natur- und Artenschutz

Neue Presse 13.11.2002
Bramwald-Wolf: In Sachsen ausgerissen?
http://www.neuepresse.de/niedersachsen/113890.html
Das Rätselraten um die Herkunft des Wolfes aus dem Bramwald geht weiter. Inzwischen gebe es Spekulationen, es handele sich um einen im sächsischen Klingenthal ausgebrochenes Tier, sagte der Leiter der Göttinger Kreisnaturschutzbehörde, Volkmar Kießling.
Für diese These gebe es aber keine konkreten Anhaltspunkte. Der Göttinger Kreisjägermeister Kuno Prießnitz warnte unterdessen davor, die von einem Wolf ausgehende Gefahr zu unterschätzen. Wenn ein Kind vor dem Raubtier weglaufe und stürze, könnte es angefallen werden, sagte Prießnitz.
> unverantwortliche Panikmache - wie kann man mit solchen Ansichten die Jägerprüfung bestehen? Es ist ein Armutszeugnis für Behördenvertreter und selbsternannte Fachleute, wenn die Bevölkerung in Angst versetzt wird.

Neue Presse 13.11.2002

Stimmung kippt: Angst vorm Wolf
http://www.neuepresse.de/niedersachsen/113867.html
Viele Menschen hätten Angst, berichtet Gerold Schäfer, der Bürgermeister von Niemetal. Schafe und andere Tiere wurden inzwischen in die Ställe geholt. Viele Eltern fürchteten um ihre Kinder, sagt Schäfer. Nach Ansicht der Behörden geht von dem Wolf aber keine Gefahr für Menschen aus. Er soll deshalb nicht eingefangen, sondern nur beobachtet werden.
Doch die Ansicht der Dörfler sei eindeutig, meint der Chef des Forstamtes Bramwald, Carsten Schröder: „Schießt den Wolf tot”.
Der Bürgermeister warnt aber vor Panikmache. „Die Aufregung ist zum Teil überzogen”. Schäfers Stellvertreter Uwe Kamm fehlt dagegen jedes Verständnis für eine Art Schonfrist. Er befürchtet, dass niemand für die Sicherheit der Menschen garantieren können.  Es gebe besorgte Eltern, die ihre Kinder nicht mehr draußen spielen ließen. Ein kleiner Kreis von ausgewählten Fachleuten werde in den kommenden Tagen versuchen, den Wolf von Hochsitzen aus zu beobachten und sein Verhalten zu analysieren.

BirdLife International 8th November 2002
Parasites pose new threat to Darwin's finches
http://www.birdlife.net/news/pritem_display.cfm?NewRecID=709
BirdLife International today warned that Darwin's finches - made famous by Charles Darwin's theory of evolution - are facing a new and, for some species, potentially major threat from parasitic fly larvae which feed on nestling birds in the islands of the Galapagos archipelago, Ecuador.
At least three species of fly known from South America are thought to have been accidentally introduced in food imports from mainland Ecuador, the first having been identified in 1997. A paper reports on nesting success and nestling mortality of 12 native and introduced bird species affected by the flies' parasitic larvae, including seven of the 13 Darwin's finch species, each of which were found to have the new parasitic fly larvae in their nests.
"The potential impact of the newly discovered parasites may be major, and further study of the scale of the threat is urgently required", says Birgit Fessl of the Konrad Lorenz Institute, one of the paper's authors.
"Most worrying is the presence of these new parasites on Isabella Island, the only place in the world where the Critically Endangered Mangrove Finch Camarhynchus heliobates occurs. This is the most threatened of the Darwin's finches and numbers 110 individual birds in the wild", says BirdLife International's Dr Nigel Collar. "A decline in nestling survival resulting from these new parasitic fly larvae would severely threaten this already critical species with extinction."
BirdLife International has today written to the Ecuadorian Environment Minister, Lourdes Luque, alerting the Government in Ecuador to this new threat to Darwin's finches, and requesting that it prioritise research into the impact of the new parasites and consider improving biosecurity measures to help prevent further accidental introductions of exotic parasitic insect species to the Galapagos archipelago.

Rare white rhinos face starvation in Zambia
Zambia's five rare white rhinos are facing starvation due to a drought that has nearly destroyed grazing pastures in the famine-threatened southern African country, officials said on Thursday.
http://enn.com/news/wire-stories/2002/11/11082002/reu_48908.asp
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/18520/story.htm

"Free Willy" killer whale swims to new winter home - Norway
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/18530/story.htm

Iceberg blockade threatens penguin colony
Encroaching icebergs have scattered one of the oldest known colonies of Antarctic Emperor penguins and are disrupting their breeding
http://enn.com/news/wire-stories/2002/11/11082002/reu_48904.asp

CITES to vote on trade ban on Black Sea dolphins
The future of the Black Sea bottlenose dolphin, coveted by the aquarium industry worldwide, may be decided this week at a U.N. meeting in Chile to regulate trade in endangered species.
http://enn.com/news/wire-stories/2002/11/11082002/reu_48907.asp
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/18515/story.htm

Australia denounces Japan whaling trip
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/18531/story.htm

Indian rangers kill one tiger, capture another
http://www.planetark.org/dailynewsstory.cfm/newsid/18581/story.htm

Ivory trade has blood-soaked history in Africa
A U.N. decision allowing some southern African countries to sell ivory stockpiles after a 13-year ban is a significant moment in the history of a trade that has soaked the world's poorest continent in blood.
http://enn.com/news/wire-stories/2002/11/11142002/reu_48944.asp


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ST. GALLEN Kunstmuseum
IM SCHATTEN DEINER FLÜGEL Tiere in der Bibel und im Alten Orient
Ab 9.11.2002
http://www.st.gallen.ch/kunstmuseum

REGENSBURG Naturkundemuseum Ostbayern:
DAHEIM AN BACH UND FLUß Der Fischotter im Bayerischen Wald
bis 30.3.2003
http://www.regensburg.de/museumsportal/museen/naturkunde_museum.html

ERFURT Naturkundemuseum:
TIERKINDER
17.12.2002 bis 12.1.2003
http://www.erfurt.de/naturkundemuseum/

BASEL Naturhistorisches Museum:
HAIE - GEJAGTE JÄGER
8.1.2003 bis April 2003
http://www.nmb.bs.ch

GLURNS GLORENZA BZ Nationalpark Stilfserjoch
Nachtleben – Geheimnisse Der Finsternis
bis Jan 2003
http://www.stelviopark.it/



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TV-Tipps

Fernsehberichte über die "Schildkrötenkrise" in Asien und das in Bau befindliche Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz im Zoo Münster:
Am 16.11. strahlt VOX-Tierzeit einen Schildkröten-Beitrag aus, der den Auftakt bildet für eine vierwöchige
Spendenaktion (Trailer, Internet und Teletext). Am 23.11. berichtet die Sendung hundkatzemaus über die Zucht hochbedrohter Arten des Privathalters Elmar Meier, dessen Tiere. Auch die morgen erscheinende Ausgabe der TV Today wird zum Thema Schildkröten in Asien informieren und die Schildkrötenstation vorstellen.



Do., 14.11.2002, 20:00-21:00 SF1, Netz Natur, Der Strauss auf dem Teller NEU
Fr., 15.11.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Wale in Seenot Wh
Sa., 16.11.2002, 06:30-07:00 HR, Gefangen in Freiheit, Die Fischwelt in unseren Flüssen Wh
Sa., 16.11.2002, 17:55-18:30 VOX, tierzeit, Thema: Asiens Schildkröten - Rettung in letzter Minute? NEU

Mo., 18.11.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo, Die Wüste lebt, Kojoten, Kolibris und Klapperschlangen - Arizona Sonora Desert Museum Tucson Wh

Mo., 18.11.2002, 15:55-16:00 ORB, Tiere, die es einmal gab: Das Wildren von Grönland Wh
Di., 19.11.2002, 10:45-11:00 MDR, Bei uns entdeckt, Burgfalknerei Gleichenstein Wh
Di., 19.11.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo, Hochkaräter in Antwerpen, Bonobos, Okapis und Eulenkopfmeerkatzen Wh
Mi., 20.11.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo, Ein Haus voller Überraschungen, Tamanduas, Blattschneiderameisen und Faultiere in Krefeld Wh
Mi., 20.11.2002, 15:55-16:00 ORB, Tiere, die es einmal gab: Der Cisco von den großen Seen Wh
Mi., 20.11.2002, 17:15-18:00 HR, Naturwelten, Elefanten-TV Wh
Do., 21.11.2002, 14:15-15:00 ZDF, Discovery, Tasmanische Räuber - Beutelwölfen auf der Spur NEU
Do., 21.11.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo, Putzmunter in Seattle, Bären, Wölfe und Schmetterlinge Wh
Do., 21.11.2002, 15:55-16:00 ORB, Tiere, die es einmal gab: Die Wandertaube
Do., 21.11.2002, 17:30-18:00 HR, Welt der Tiere, Cross - Aus dem Tagebuch einer Elefantenkuh
Do., 21.11.2002, 21:15-22:15 Kabel1, K1 Das Magazin: Koala Hospital
Fr., 22.11.2002, 15:15-16:00 ARD, Abenteuer Zoo, 5. Ein Wald voller Affen, Gorillas, Totenkopfäffchen und Bonobos in Apeldoorn
Fr., 22.11.2002, 15:55-16:00 ORB, Tiere, die es einmal gab: Der Kapverdische Riesenskink
Sa., 23.11.2002, 18:30-19:10 VOX, hundkatzemaus; u.a. Schildkrötenstation Zoo Münster NEU



ausführlichere Vier-Wochen-Vorschau bei der Zoo-AG: 
http://www.zoo-ag.de/ZooAG-TV-Tipps.htm
 

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